GamesCom 2014

GamesCom2014

Prolog:

Viele Besucher der GamesCom werden sicher den Schluss ziehen, das die GamesCom wieder ein Highlight für sich war, man darf aber auch nicht die Kleinigkeiten vergessen, die rund um die GamesCom bzw. auf der GamesCom selbst zugange waren. Diese waren nicht immer positiv und so kann man mit einem Blick hinter den Spiegel durchaus auch einige negative Aspekte der GamesCom verzeichnen, die dem einen oder anderen Besucher entweder gänzlich entgangen oder einfach nur egal waren. Wer in den ersten Worten jetzt zu lesen meint, das ich die GamesCom schlecht reden will oder das sprichwörtliche Haar in der Suppe suche, der/die dürfte sich wohl täuschen.

Da ich selbst als Besucher der GamesCom keinerlei Vorteile hatte und auch mein Erfahrungsbericht nicht mit journalistischem Kalkül zum besten gebe, sondern viel mehr meine Sichtweise und Erfahrungswerte hier niederschreibe, biete ich meinen Lesern so nur einen kleinen Überblick aus der Sicht eines „einfachen“ Besuchers an und es steht meinen Lesern frei, diesen Beitrag zu lesen oder zu ignorieren.
 
 
GamesCom 2014: Rückblick

Auch dieses Jahr hatte der Veranstalter der GamesCom nur ein Ziel, möglichst viele Besucher auf die GamesCom zu holen, zur Freude der Aussteller und zum Leidwesen der Besucher. Der Veranstalter musste im Laufe der GamesCom wieder einmal die Besucherströme durch diverse Hallen umleiten, um dem Ansturm Herr werden zu können, so dachte zumindest der Veranstalter. Die Realität sah leider etwas anders aus, da so die umgeleiteten Besuchermassen dann zwangsläufig in der Halle, die in dem Fall zum Umleitungsplan des Veranstalters gehörte, angestaut wurden. Der Veranstalter hatte diese Prozedur auch auf der letzten GamesCom vollzogen, aber scheinbar keine Auswertung des Umleitungsplans durchgeführt. Die Besucher zwängten sich danach teilweise auf dem großen Mittelgang, der die Hallen verbindet, meist so eng aneinander, das man nur kleine Schritte machen konnte und gefühlte 10 Minuten brauchte, um von einer Halle, über den eigentlich sonst ausreichend breiten Gang, in die Halle gegenüber zu gelangen. Die Sicherheit, die in einem solchen Fall nicht mehr gewährleistet werden könnte, wurde scheinbar fahrlässig außer Acht gelassen. Wäre aus welchen Gründen auch immer, eine Panik ausgebrochen, hätte die Messe zu einer Todesfalle werden können, in denen vor allem Kinder die Leidtragenden gewesen wären.

Das führt mich auch gleich zum nächsten Kritikpunkt der diesjährigen und vergangenen CamesCom’s. Die Aussteller scheinen um jeden Preis die Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu wollen, zugegeben nicht alle, aber die Großen boten ein ohrenbetäubendes Programm, das sich hinter dem eines Konzertbesuches nicht zu verstecken braucht. Hier könnte man auch gleich die Verantwortungslosigkeit mancher Eltern mit heranziehen, die scheinbar sorglos mit Kleinkindern im Kinderbuggy über die Messe wanderten. Ich bin zwar kein Arzt, aber ich möchte doch stark bezweifeln, das solche ohrenbetäubenden Messeabschnitte/Programme gut für Kinderohren sind, vor allem wenn diese gerade die ersten Lebensjahre hinter sich gebracht haben. Hier scheint noch einiges an Nachholbedarf für den/die Veranstalter/Aussteller vorzuliegen und auch die einen oder anderen Eltern sollten vielleicht den nächsten Besuch der GamesCom, zum Wohle der Kinder etwas überdenken und/oder zumindest die Kinder(Ohren) schützen.

Nun denn, zurück zur GamesCom! Auch dieses Jahr haben es die Aussteller wieder in großem Stil verstanden, sich zu präsentieren, die einen besser, die anderen schlechter bzw. unüberhörbar/aufdringlich. Sony, Nintendo und Microsoft boten ihren Besuchern einiges zum anschauen und zum anspielen, Neues wie auch Bekanntes bzw. bereits erschienene Titel und das auf entsprechend breiter Front. Wobei Nintendo eher verhältnismäßig klein aufgetreten ist, im Gegensatz zu dessen Konkurrenten. Nichts desto trotz waren alle drei Abschnitte mehr als gut besucht, schließlich gab es ja auch einiges zu sehen, anzuspielen und in Turnieren zu gewinnen. Die Schattenseite des Ganzen waren natürlich die Wartezeiten, die sich Anspielwillige antun mussten, um ein paar Minuten in das Spiel der Begierde eintauchen zu können. Hier musste sich natürlich jeder Messebesucher selbst die Frage stellen, ob bis zu 1 ½ + Stunden anstehen, für ein paar Minuten Spielspaß diese Zeit wert sind, so fern man denn keinen VIP-Pass zum schnelleren Einlass vorzeigen konnte.

Das restliche Rahmenprogramm bestand teilweise aus diversen kleineren Shows bzw. Gewinnspielen, die von kleineren Ausstellern veranstaltet wurden. Auch dieses Jahr waren wieder die USK mit einen Quiz und die BPjM mit jeweils eigenen Stand vertreten, beide Institutionen sind ja bei Gamer bzw. Erwachsenen nicht unbedingt beliebt. Vor allem das USK-Quiz erfreute sich einiger Besucher, gab es doch für diejenigen, die sich auf die Bühne trauten und 7 von 10 Fragen richtig beantworten konnten, ein USK-T-Shirt als Belohnung. Die USK hat zumindest noch für einen kurzen Unterhaltungswert gesorgt, als bei dem USK-Quiz die Technik versagte und den Quiz-Teilnehmern Fragen gestellt wurden, die es eigentlich unmöglich machten, beantwortet zu werden. Problem war nicht die Frage selbst, sondern viel mehr das dazugehörige Bild, welches nicht auf der Leinwand erschien, tja, die Tücken der Technik oder sollte man in diesem Fall eher sagen, die Tücken der Unterhaltungssoftware, welche dann durch eine Selbstkontrolle behoben wurde?! So hat sich die die USK wohl zum ersten Mal selbst kontrolliert. ^^

Das weitere Rahmenprogramm sah noch weitere diverse Shows vor, die der Unterhaltung vor allem bei Sony dienten, andere boten u.a. eine Autogrammstunde und/oder Treffen eines bzw. mehrerer bekannter Let’s Player. Auch ein bekannter, ich sag mal Mitarbeiter einer großen Spieleplattform war zugegen, um für Autogramme und Foto’s bereit zu stehen, ich sag nur: “Uffruppe“, das dürfte schon so einigen bekannt vorkommen, die hin und wieder dessen Auftritte auf Youtube verfolgen oder dieses anderweitig getan haben. Vielleicht hätte sich „Onkel Jo“ aber besser an anderer Stelle positionieren sollen, denn wie mir durch einen Freund und Let’s Player zu Ohren kam, der an besagter Stelle zugegen war, hatten die Leute wohl Angst vor „Onkel Jo“. Ob das mit der Anwesenheit einer kleinen Zombiehorde, die ebenfalls in dem kleinen abgesperrten Areal auf Fotos mit potenziellen Opfern lauerten , in dem „Onkel Jo“ zu finden war, zu tun hatte, oder ob der „böse Onkel Jo“ selbst für Verängstigung gesorgt hat, konnte nicht mehr nachvollzogen werden. ^^

Einen etwas größeren Auftritt dürfte hingegen Hideo Kojima seinen Anhängern geboten haben, dieser war nicht nur auf der Messe und der Pressekonferenz zugegen, Kojima-san gab auch noch nach der Messe in der Oper Köln ein Konzert und das nicht zum ersten mal.

Die Cosplayer waren diesmal ebenfalls wieder zahlreich vertreten, nicht zuletzt, weil im messeeigenen Cosplay Village ein Wettbewerb für den besten Cosplayer veranstaltet wurde. Die Devise lautete wieder: sehen und gesehen werden. Zudem ist das Cosplay Village immer ein Sammelpunkt der Cosplay-Szene auf der GamesCom, wenn sich die Cosplayer nicht durch den GamesCom-Dungeon kämpfen. ^^

Meine Reise auf der GamesCom bot mir natürlich noch wesentlich mehr, im Laufe des ersten Messetages (wohlgemerkt für Besucher), schwenkte ich in den Orbit um die Retro-Ecke ein und umkreiste diese auf der Suche nach sicht- und erlebbarem Retro-Feeling. Die Retro-Ecke hatte wieder einiges zu bieten, einiges war allerdings auch schon auf der letzten GamesCom zu sehen. Dieses Mal hatte ein privater Sammler eine anschaubare Retrospektive zu einem GameBoy für die Besucher zur Verfügung gestellt. Seine Sammlung umfasste nahezu jedes Modell inkl. Spezial-Editionen des GameBoy, vom ersten Modell bis zu seinen heutigen Nachfolgern, wobei die neuesten Modelle aus dem Hause Nintendo eigentlich nicht zur Retro Ecke passten, aber im Ganzen eine schöne Sammlung darstellten. Den Besuchern wurde wieder erlebbares in Form von spielbaren Retro-Klassikern bzw. Konsolen nahe gebracht bzw. zum wieder eintauchen in vergangene Zeiten, so fern man dieser in der eigenen Gaming-Höhle nicht mehr nachgehen kann, weil es z.B. an den alten Schätzen mangelt. Diese Jahr gab es sogar eine Super Famicon zu begrabbeln, dem guten alten SNES aus Nippon, gleich daneben der SNES-Handheld SupaBoy. Die Objekte der Begierde waren damit natürlich noch lange nicht bedient, es ging durchweg weiter durch die Konsolengenerationen. Sega Master System I, Mega Drive, Jaguar, NeoGeo, Nintendo 64, PlayStation I, Atari und vieles mehr. Hätte man die Retro Ecke reservieren können, wäre ich wohl einer derjenigen gewesen, die notfalls auch die Nacht auf der GamesCom bzw. in der Retro Ecke verbracht hätten, Schlaf ist für uns Gamer nur eine erzwungene Notwendigkeit, auf die wir wohl auch so manches mal gern verzichtet haben bzw. hätten. 😀

Ein „unerkanntes“ Highlight der Retro Ecke dürfte aber unter anderen auch das Everdrive gewesen sein, mit dem sich ROM’s auf vielen Konsolen spielen lassen, da das Everdrive selbst als Adapter bzw. als Emulator dient. Lustigerweise wurde hier auch gleich ein wenig Werbung für einen Shop gemacht, der diverse Everdrives für zahlreiche Konsolen anbietet, von Sega bis Nintendo waren im kleinen Flyer allerhand Everdrives zu finden. Jetzt könnte man natürlich über Rechtssituation bzw. Grauzone im Bereich ROM’s und Emulatoren spekulieren, aber das lassen wir mal außen vor. ^^

Des weiteren sagen Bilder ja meist mehr als 1000 Worte, soweit zumindest eine Weisheit! Deshalb will ich euch die Bilder meines Besuches in der Retro Ecke natürlich nicht vorenthalten, diese könnt ihr wieder in einer kleinen Galerie betrachten. Dabei gibt es sowohl Bilder der nutzbaren Konsolen/Spiele, wie auch einen kleinen Überblick über die Retro Ecke selbst, um einen kleinen Einblick für diejenigen zu bieten, die nicht auf der diesjährigen GamesCom eingefallen sind. ^^

Viel Spaß beim Anschauen! 🙂


 
 
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