Classic Mini NES

Mich beschäftigt zur Zeit, was den Leuten in der Führungsriege von Nintendo durch den Kopf gehen muss bzw. was sind die Beweggründe von Nintendo?!

Mein Focus liegt hier auf dem Classic Mini NES, welches bei den Zockern/Gamern/Fans riesigen Anklang fand und schnell ausverkauft war. Nintendo wollte wohl eine weitere Auflage des Classic Mini NES auf den Markt bringen, um die Nachfrage zu befriedigen. Nun hat Nintendo angekündigt, die Produktion des Classic Mini NES einzustampfen?!

Dieser Schritt von Nintendo ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, schließlich könnte Nintendo hier noch einiges an Umsatz machen, das Classic Mini NES ist nach wie vor sehr gefragt, so sehr, das schon Mondpreise für eines dieser Classic Mini NES gefordert werden.

Noch verhältnismäßig humane Preise für ein solches Classic Mini NES liegen derzeit um die 100€, also 30€ über dem Ausgabepreis, der durch den Mangel an ausreichend Konsolen durch die Decke ging. Viele nutzen einfach den Hype und den Mangel des Classic Mini NES für sich und wollen schnelles Geld machen, auf Kosten Derjenigen, die kein Classic Mini NES abbekommen haben. Meiner Meinung nach moralisch verwerflich, aber das muss jeder für sich entscheiden und Nintendo trägt seinen Teil dazu bei…

Mario feierte längst seinen 30. und gehört noch lange nicht zum alten Eisen…

Wo ist die Zeit geblieben? Das könnte man sich jetzt fragen, wenn man zurück schaut zu seinen ersten Begegnungen mit Mario. Mittlerweile kann Mario auf eine Zeitspanne von über 30 Jahren zurückblicken, welcher Spiele-Charakter kann schon eine solch (scheinbar unendliche) Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen sein eigen nennen?

Dabei scheint es schon etwas ironisch, das Mario damals eher durch die begrenzte Hardwareleistung sein typisches Aussehen bekam. Damals noch stark auf Farben und Pixel begrenzt, verpasste Shigeru Miyamoto seinem virtuellen Sprössling Mario quasi seine bekannte Erscheinung. Mario, damals in Japan noch Mr. Video, wurde allerdings nicht neu erfunden, es gab eher ein Upgrade in Form von Schnurrbart, Latzhose und Mütze für den heute berühmten Klempner. Mit seinem Widersacher Donkey Kong konnte Mario erste große Arcade-Erfolge feiern, welche aber nur der Anfang sein sollten.

Ein paar Jahre später, im Jahre 1985 startete Mario groß durch und entsprang den Arcade-Automaten, um auf dem NES (Nintendo Entertainment System) den Weg in unzählige Wohnzimmer anzutreten. Super Mario Bros. setzte damals Maßstäbe und wurde bis heute über 40 Millionen mal verkauft. Ein Fortsetzung sollte nicht lange auf sich warten lassen und Super Mario Bros. 2 erblickte das Licht der Videospielwelt, allerdings hatte der zweite Titel einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad und wurde daher nur in Japan herausgebracht. Für die westliche Welt wurde einfach das Spiel Yume Köjö: Doki Doki Panic modifiziert und die Hauptcharaktere durch Mario, Luigi, Prinzessin Toadstool und Toad ersetzt, was auch das etwas ungewöhnliche Design des Titels erklärt, welches sich vom ersten Teil abhebt. Erst Jahre später wurde der “echte” zweite Teil von Super Mario Bros. unter dem Titel Super Mario Bros.: The lost Levels auch für Spieler außerhalb Japans zugänglich, quasi inkognito konnte Nintendo so den westlichen Spielern den zweiten Teil verkaufen, was heute in Zeiten von Internet und Co. so wohl kaum noch möglich wäre. Bereits 1988 erschien Super Mario Bros. 3 in Japan und konnte dort großen Erfolg feiern. Für den westlichen Markt wollte Nintendo aber etwas mehr Marketing einbringen, um den Titel zu präsentieren. So sollte Super Mario Bros. 3 zum ersten mal 1989 in dem Film Joy Stick Heroes(Originaltitel: The Wizard)” zu sehen sein, in dem es um Videospiele und ein Videospiel-Turnier ging.

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