ActRaiser

Heute schwenke ich das Augenmerk mal auf einen Nintendo-Titel, der seiner Zeit kaum in eine Kategorie einzuordnen war, vereinte der Titel doch sowohl Action- wie auch Aufbausimulationsanteile. Der Titel ActRaiser wusste beides wunderbar zu vereinen.

Wer wollte nicht schon einmal in die Rolle eines göttlichen oder gottgleichen Wesens schlüpfen, angebetet werden und die Geschicke eines oder mehrerer Völker lenken? In ActRaiser wird dem Spieler diese Möglichkeit gegeben, inclusive diverser Herausforderungen und Aufgaben.

Bevor man sich aber als Gott behaupten kann, bedarf es einer mehr oder weniger kleinen Vorarbeit. Damit sich ein Volk überhaupt ansiedeln kann, gilt es, sich erst einmal dem Bösen entgegen zu stellen und diesem im actionlastigen Teil von ActRaiser den Garaus zu machen. Um sich dem bösen Getier entgegenstellen zu können, wird einer Krieger-Statue durch göttliche Kraft Leben eingehaucht, so das sich dieser Krieger nun dem Bösen stellen und das Land von jenem Übel befreien kann.

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Nach diesem ersten göttlichen Kraftakt, können sich nun die ersten Menschen in dieser Region ansiedeln. Da diese ersten Bewohner allerdings noch lange nicht selbstständig agieren können, bedarf es auch hier göttlichem Beistandes. Hier kommt nun der Simulationsanteil des Spiels zum tragen, in dem man dem jungen Volk seine göttliche Unterstützung bietet und das Volk von weiterem Unheil befreit. So kann man dem Volk Siedlungsbereiche zuweisen, wo diese dann beginnen zu siedeln oder Expeditionen zu dem zugewiesenen Ort unternehmen, um etwas zu entdecken. Die Wünsche des Volkes werden im Laufe der Entwicklung dann auch etwas größer, so wird um Regen gebeten um Einöden in fruchtbares Land zu verwandeln oder brennende Häuser zu löschen, Gebiete von Schnee und Eis zu befreien, damit dort gesiedelt werden kann. So kann man auch der Entwicklung des Volkes beiwohnen, von anfänglichen einfachen Zeltbehausungen bis hin zu Steinhäusern, entwickelt sich das junge Volk. Alles was das Volk in der Umgebung entdeckt bzw. findet, wird dem göttlichen Spieler als Gabe in dessen Tempel angeboten, in dem normalerweise für Hilfe gebeten wird. Diese Gaben kommen vor allem dem actionlastigen Teil des Spiels zu gute, da man so die Krieger-Statue, die noch einige Male gegen das Böse kämpfen muss, stärken kann.

Doch auch im simulationsteil des Spieles kommt es zu einem gewissen Teil zu Action, da das junge Volk immer wieder von Monstern bedroht wird, muss auch hier der göttliche Spieler eingreifen. Dieses geschieht allerdings durch einen kleinen Engel, der die Monster mit seinem Bogen angreift und diese so besiegen kann/muss. In dem Zusammenhang muss der Spieler dann auch das junge Volk zu dem Monsterhöhlen führen, so das die Menschen diese versiegeln können und in Frieden leben können.

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Zu guter letzt kommt es in jedem Gebiet zu einem finalen göttlichen Kraftakt, erneut muss der Krieger-Statue Leben eingehaucht werden, um sich in einer neuen actionlastigen Szenerie dem Bösen entgegen zu stellen und einen Obermotz zu besiegen. Ist auch dieses geschafft, ist es Zeit für den Abschied, das junge Volk ist nun bereit, selbstständig leben zu wollen und bedarf daher keines göttlichen Beistandes mehr. So heißt es für den Spieler, weiterzuziehen, ein neues Gebiet von Monstern zu befreien und einem weiteren Volk zu Entwicklung und Frieden zu verhelfen und davon gibt es noch einige weitere Völker…

 

Fazit:

ActRaiser besticht durch sein ungewöhnliches Zusammenspiel von Action und Simulation und hat sich so zu einem kleinen Geheimtipp entwickelt und mal ehrlich, wer wollte nicht schon immer mal ein Gott sein? 😉

 

Hintergrundinformationen:

 

Entwickler: Quintet

Publisher: Enix

Erscheinungsdatum: 1990 Japan
1991 USA
1993 Europa

Genre: Action/Simulation

Plattformen: Super Nintendo Entertainment System

 

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